Liedvorstellung - Stimme, die Stein zerbricht
Für Zweifler und Glaubende eine Herausforderung
Liedvorstellung: „Stimme, die Stein zerbricht“ Lass Dich hören 2 Nr. 63
Das Lied weist einige Widersprüche oder auch Gegensätzlichkeiten auf:
- Stimme, die Stein zerbricht – jemand der leise spricht.
- Kommt mir im Finstern nah – wird es dann wieder leer.
- Seh´ dich nicht, hör nichts mehr – Botschaft des Neubeginns
Auch wenn man die Entsprechungen anders setzen kann: Der Text zeigt alles andere als eine statische Gottesbeziehung und einen Gott, der greifbar und kalkulierbar ist. Das Einzige, das sich durch alle Strophen zieht, ist die Zusage und den Glauben an die Nähe Gottes: Im Lauten und Leisen, in der Fülle und in der Leere. Darin aber Stimme und Schweigen, kräftig und sanft, Leere und Aufbau.
Dieser Text gehört zu der Sorte Texten, mit denen man nicht so schnell fertig ist – die man nicht so schnell als erledigt beiseite legen kann. Und so helfen diese Texte, unsere Beziehung zu Gott immer wieder neu zu leben, zu wagen, zu bedenken. Um Gott zu erfahren, darf man mit ihm nicht fertig sein. Insofern ist dies Lied ein gutes Lied.
Die Melodie ist für manchen vielleicht gewöhnungsbedürftig. Es hat was von Taize – ist dann aber doch nordisch anders, interessant – und eigentlich wie der Text: man kann das Lied endlos weiter singen.

