Home

Aktuelles

Sommerfreizeiten 2012
Die Freizeit für
Jugendliche
ab 16 Jahren

nach Italien
bietet noch
freie Plätze!!

 

 

 

 

 


ab 16 Jahren
27.07. - 08.08.2012

 

Termine

Februar 2012
Mo Di Mi Do Fr Sa So
30311 2 3 4 5
6 7 8 9 10 11 12
13 14 15 16 17 18 19
20 21 22 23 24 25 26
27 28 29 1 2 3 4

Zufallsfoto

italien02.jpg

Login Form






Passwort vergessen?

Wrapper

Zwischen Allmachts- und Ohnmachtswahn PDF Drucken E-Mail
Geschrieben von Dieter Wiggers   
Montag, 9. August 2010

Zwischen Allmachts- und Ohnmachtswahn

 


Was ist da los?  – hatte ich im Intro gefragt

Die Ereignisse des Weltgeschehens (und nicht selten auch die Ereignisse des persönlichen Lebens) lassen uns fragen, wie wir unser Leben verstehen sollen. Was können wir – was können wir nicht? Dürfen wir hoffnungsvoll zupacken in der festen Erwartung, dass wir das schon in den Griff bekommen – oder läuft sowieso alles so wie´s irgendwie läuft, so dass die einen (zeitweilig) Glück und die anderen (zeitweilig) Pech gehabt haben? Je nach Lebenssituation werden wir mal eher zu dieser, mal eher zu jener Lebenshaltung kommen.  

Das Resultat ist entweder der Allmachts- oder der Ohnmachtswahn: der Allmachtswahn, in dem wir der Überzeugung sind, dass wir das Leben schon meistern werden – der Ohnmachtswahn, in dem wir davon überzeugt sind, dass wir sowieso nichts machen können. 

 

Im Vergleich mit biblischen  Vorstellungen ist beides gleich falsch – und damit, nebenbei gesagt, auch sehr schädlich für unser Leben.

Ich habe die starke Vermutung, dass Menschen ohne ein Gottesbewusstsein keine andere Alternative haben: entweder Macher des Lebens oder aber Spielball der Weltgeschichte. Und das liegt daran, dass die Lebenserfahrung, wenn wir nur sie zur Grundlage unserer Lebenseinstellung nehmen, uns keine anderen Möglichkeiten lässt. (Übrigens: „Menschen ohne Gottesbewusstsein müssen nicht nur die chronisch Ungläubigen sein – so was kann auch einen Menschen erwischen, dem der Glaube und die Pflege des Glaubens immer sehr wichtig war.)

„Es ist dir gesagt, Mensch, was gut ist und was der Herr von dir fordert, nämlich Gottes Wort halten und und Liebe üben und demütig sein vor deinem Gott.“

(Oder in anderer Übersetzung: …; nichts als Recht üben und die Güte lieben und demütig wandeln vor deinem Gott. (Zürcher 1971) – so steht´s in Micha 6,8. Und ich denke, dass hier ein entscheidender Hinweis zu finden ist, wie wir weder dem einen, noch dem anderen Wahn verfallen.

 

Setzen wir beim letzten Stichwort „Demut“ ein. Die Demut vor Gott bewahrt mich davor, meine Lebenserfahrung zum Schlüssel für meine Lebenshaltung zu machen. Demut vor Gott ist der Mut, Gott - seine Zusagen und seinen Willen – groß sein zu lassen (eben größer als mein Können oder mein Versagen; größer als meinen Erfolg oder Misserfolg, größer als meine Verdienste und meine Schuld, größer als meine Gesundheit und meine Krankheit, größer als mein Leben und meinen Tod). So ist Demut vor Gott ein wichtiges Hilfsmittel gegen unsere Allmacht wie auch gegen unsere Ohnmacht.

 

Und dann sind es die einfachen Grundlagen, die man nicht oft genug wiederholen kann:

-         dass Gott es ist, der dich geschaffen hat, der dir die Kraft und den Mut zum Leben gibt – und ohne all das schaffen wir es eben nicht.

-         dass Gott uns beruft, diese Erde zu bebauen und zu bewahren, Recht zu üben und die Güte zu lieben. Und wo Gott uns dazu aufruft, können wir davon ausgehen, dass wir unseren Anteil dazu auch bringen können!

 

Nein, wir Menschen haben das Leben nicht im Griff. Zugleich brauchen wir aber nicht hoffnungslos sein. Obwohl wir die Welt und das Leben nicht im Griff haben, können (und sollen) wir uns einsetzen, damit das Leben lebenswert und die Welt bewohnbar bleibt/wird – und zwar für alle! Wir sind bestimmt  nicht diejenigen, die diese Erde halten – aber gestalten sollen wir sie – und das zum Wohl aller.

 

Es geht darum, zwischen einem falschen Allmachts- und einem ebenso falschen Ohnmachtswahn unseren Platz zu finden. Und hierfür gehören zwei Dinge zusammen: das Vertrauen in Gott (mit der damit zusammenhängenden Demut ihm und allen anderen Geschöpfen gegenüber) und das mutige Handeln für das Leben.

 

Zuletzt:

Demut vor Gott braucht Formen:

- Die eine ist das einfache Tischgebet: Nein, es muss nicht das kreative, geschliffene und originelle Gebet sein. Das einfache: „Komm Herr Jesu, sei du unser Gast und segne, was du uns bescheret hat“ ist schon sehr, sehr viel. Dies Gebet kennt jeder: So wenig originell das dann auch sein mag – es ist Ausdruck der Demut gegenüber Gott – und das tut uns gut.

- Der Sonntagsgottesdienst: Auch wenn du meinst, vom Gottesdienst nichts mitgenommen zu haben, tut dir der Gottesdienstbesuch gut, weil er Ausdruck der Demut gegenüber Gott ist, die du damit einübst.

Und so gibt es einige kleine Dinge mehr – alltägliche Übungen, die dich nicht viel kosten, nur etwas Disziplin – kleine Dinge, die dir helfen, in deinem Leben zwischen Allmachts- und Ohnmachtswahn einen guten Weg zu finden. Die Chance ist groß, dass du mit diesen kleinen Übungen eine Grundhaltung findest, in der du Schwache stützt, Menschen aufrichtest, Recht und Gerechtigkeit eine Chance gibst.

 

Dieter Wiggers

 

 --------------------------------------------------

Dass das Thema nicht weiter behandelt wird, liegt an den vielen Freizeitberichten – schließlich hatten wir in diesem Jahr auch eine Freizeit mehr als in den vergangenen Jahren.

Die September-Nummer des Jugendboten wird dem dann geplanten Thema sicher wieder mehr Platz einräumen.

 

 

 

 

 

 

Letzte Aktualisierung ( Mittwoch, 18. August 2010 )